text FRANZISKA ZOIDL

 

In Wien sind Pop-up- Angebote angekommen. Ob kleines Geschäftslokal oder Frachtcontainer:  Die Standorte können unkompliziert und temporär gemietet werden – und könnten dem Handel wichtige Impulse geben.

 

Für eine Woche ist Anna Zajac mit ihrem Modelabel Sternentau in der Gumpendorfer

Straße 68 zu Gast. Hier verkauft sie in einem kleinen Geschäftslokal

selbstdesignte Handtaschen. Dann zieht sie weiter – und jemand anderer hier ein.

„Jeder interpretiert den Raum anders“, sagt Georg Demmer vom Unternehmen Co

Space, das das Pop-up-Geschäft seit März vermietet.

Denn die Regale, in denen momentan schicke Handtaschen ausgestellt werden,

können rasch zu Bänken umfunktioniert werden. Selbst Konzerte wurden hier schon

veranstaltet. „Ich kann ausprobieren, wie meine Taschen ankommen“, erzählt die

Designerin. Ein eigener Shop wäre ihr zu riskant.

 

Glaubt man Experten, ist das ein Konzept der Zukunft: Die RegioPlan Consulting

vermeldet für das vergangene Jahr österreichweit einen Rückgang der

Einzelhandelsflächen um 0,8 Prozent. Gänzlich verschwinden werde die

Handelsfläche zwar nicht, Shops der Zukunft würden aber andere Funktionen

erfüllen, etwa der Inspiration dienen oder Synergieeffekte mit dem Onlinehandel

generieren. Von Pop-up- bis Pick-up-Stores sei alles denkbar.

 

Unweit der neuen Wirtschaftsuniversität gibt es seit Juni ein temporäres

Einkaufszentrum: Das Stadtbiotop, bestehend aus Frachtcontainern, bietet Flächen

für Handel und Gastronomie zur flexiblen und kurzfristigen Miete.

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>> Weiterlesen auf der Website Der Standard 5.9.2014