text CHRISTOPH EISENRING

 

Wenn die bunten Glasperlen im Sonnenlicht funkeln, freut sich Martin Aufmuth immer noch. Die Perlen zieren seine «Ein-Dollar-Brille», ein einfaches, aber sehr stabiles Drahtgestell, dessen Materialkosten bei einem Dollar liegen.(...)

Aufmuth pröbelte fünf Jahre, bis er eine Biegemaschine entwickelt hatte, mit der sich derart günstig Brillen herstellen lassen. Die Linsen aus Polykarbonat bezieht er von einem chinesischen Betrieb, dessen Besitzer er kennt. Dabei stellte Aufmuth harte Bedingungen an seine Erfindung: Die Brille muss lokal gefertigt werden können und zwar ohne Elektrizität. Sie soll zudem keine Teile enthalten, die leicht verloren gehen können wie kleine Schräubchen.

So ist ein Holzwürfel von 30 cm Seitenlänge entstanden, in dem alle Utensilien für die Produktion Platz finden.  (...) Aufmuth wirkt sanftmütig, ist aber ein hartnäckiger Kämpfer für seine Idee. Was treibt ihn an? Dass sechs Flugstunden entfernt Menschen an Krankheiten leiden oder gar sterben, die leicht kurierbar sind, beschäftigt ihn schon lange. Er hätte ja genauso gut dort geboren sein können. Und er ist überzeugt, dass ein Einzelner mit einem guten Projekt etwas bewirken kann. (...)

 

 

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